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Was hilft Kindern bei Migräne? 

Migräne ist eine Kopfschmerzform, die sehr häufig mit weiteren Begleitsymptomen einhergeht, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Symptomatisch sind heftiger, häufig, aber nicht zwingend nur einseitiger pulsierend-pochender Kopfschmerz, gepaart mit Begleitsymptomen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Lichtscheu, Lärmempfindlichkeit, Erbrechen oder gar neurologischen Symptomen, der sogenannten Aura. Diese äußert sich durch Flimmersehen, Wortfindungs- und Sprachstörungen, Schwindel oder Kribbeln in den Gliedmaßen. Migräne ist also nicht bloß „stärkere Kopfschmerzen“, wie manche meinen. 

Häufigkeit und betroffene Personengruppen

Migräne kommt bei zehn bis 15 Prozent der Erwachsenen vor, meistens zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr, wobei Frauen in dieser Lebensphase bis zu drei Mal häufiger betroffen sind als Männer. Auch Kinder können unter Migräne leiden. Vor der Pubertät sind etwa drei bis sieben Prozent betroffen. Interessant ist hier, dass es Mädchen und Jungen gleich häufig trifft. Die Symptome können bei Kindern anders aussehen als bei Erwachsenen, weswegen es manchmal schwieriger ist, bei Kindern eine Migräne festzustellen. So sind die Attacken meist kürzer und können sogar ohne Kopfschmerzen, nur mit heftiger Übelkeit, Erbrechen und Schwindel einhergehen. 

Migräne bei Kindern – Besonderheiten und Diagnose

Auch sind beidseitige Kopfschmerzen bei Kindern nicht unüblich, während sie bei Erwachsenen überwiegend auf eine Kopfseite begrenzt sind. Sollten Sie eine Migräne bei ihrem Kind vermuten, ist der Weg zum Arzt zwecks Abklärung dringend ratsam, damit das Kind optimal behandelt werden kann. Die Medikamente, die für Erwachsene eingesetzt werden, sind in Bezug auf Kinder nur wenig erforscht. Deswegen gilt das besondere Augenmerk der nicht-medikamentösen Behandlung sowie der Vorbeugung. 

Behandlung und Vorbeugung im Kindesalter

Werden Arzneimittel benötigt, stehen Ibuprofen und Paracetamol zur Verfügung. Beim Paracetamol sollte unbedingt auf die Gesamtdosis geachtet werden, die bei Kindern abhängig vom Körpergewicht ist. Wichtig: ASS darf erst ab dem 12. Lebensjahr gegeben werden!!! Wichtig bei der Prophylaxe ist eine gute Aufklärung über die Krankheit, das Ergründen der möglichen Trigger/Auslöser und das Hinterfragen von Lebensstilfaktoren. Eltern können ihrem Kind helfen, indem sie feinfühlig und empathisch mit ihm umgehen. Ihm Raum für Rückzug bieten, regelmäßige Mahlzeiten anbieten sowie das Kind daran erinnern zu trinken und darauf achten, dass es Wasser mit zur Schule nimmt. Des Weiteren ist es wichtig, für einen stressarmen, geregelten Alltag zu sorgen und mit dem Kind zusammen nach sinnvollen Entspannungstechniken zu suchen. Bewegung und Sport können sich ebenfalls positiv auswirken. 

Säulen der nicht- medikamentösen Behandlung sind: 

1. Kühlen von Stirn und Schläfen 

2. Möglichkeit haben zum Rückzug und für Schlaf 

3. Pfefferminzöl (hier Altersbeschränkungen beachten) 

4. ausreichend trinken

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