Stressfaktor Lärm
In hohen Pegeln verursacht Schall direkte Schäden am Gehör. Doch auch Geräusche, die unter der Schmerzgrenze liegen, können auf Dauer gesundheitsschädlich sein. Lesen Sie, was man tun kann, um sich zu schützen.
Am 29. April 2026 wird weltweit der „Tag gegen Lärm (International Noise Awareness Day)“ begangen. Dieser in Deutschland seit 1998 jährlich stattfindende Aktionstag soll Aufmerksamkeit für unterschiedliche Lärmbelastungen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit schaffen. Doch was versteht man eigentlich genau unter Lärm?
Was ist Lärm?
Kurz gesagt: Lärm ist jeglicher Schall, der als unangenehm bzw. störend empfunden wird oder sogar gesundheitsschädlich ist. Das bedeutet, dass die Wahrnehmung von Lärm stark subjektiv geprägt ist. So genießen beispielsweise manche Menschen laute Musik, während sich andere dadurch belästigt fühlen. (Sie kennen sicher den Satz von Wilhelm Buch: „Musik wird störend oft empfunden, weil sie mit Geräusch verbunden.“) Entscheidend ist dabei unter anderem die Lautstärke, die in Dezibel (dB), einer Einheit für den Schalldruck, angegeben wird. Die Schmerzgrenze des menschlichen Gehörs liegt in etwa bei 120 bis 140 dB. Doch ernsthafte Schäden am Gehör – von Tinnitus bis hin zum Hörverlust – können bei längerer Exposition bereits ab 85 dB entstehen.
Was sind die gesundheitlichen Folgen?
Die Grenze, bei der sich Schall negativ auf die Gesundheit auswirken kann, liegt sogar noch deutlich darunter. Sie ist unter anderem auch von der jeweiligen Geräuschkulisse (z. B. durchgängiges Rauschen, wiederkehrende Lärmspitzen) und der individuellen Lärmempfindlichkeit bzw. Stressresistenz abhängig. Wenn ein Geräusch als unangenehm empfunden wird, wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Dabei schüttet er Stresshormone aus, die Einfluss auf den Kreislauf und verschiedene Stoffwechselvorgänge haben. Akut führt dies zu einem Anstieg des Blutdrucks sowie der Herzschlag- und Atemfrequenz. Langfristig kann unter anderem das Immunsystem geschwächt werden. Weitere mögliche Folgen von chronischer Lärmbelästigung sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose und Bluthochdruck sowie ein erhöhtes Herz-Infarkt-Risiko. Außerdem schwächt dauerhafter Lärm den Körper, indem er den Schlaf beeinträchtigt – selbst wenn er dabei nicht bewusst wahrgenommen wird.
Wie schützt man sich?
Um gesundheitlichen Schäden durch Lärm vorzubeugen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO einen Grenzwert von 55 dB tagsüber bzw. von 40 dB nachts nicht zu überschreiten. Folgende Tipps können dabei helfen, das Risiko für lärmbedingte Gesundheitsschäden im Privaten zu reduzieren:
• Ohren auf bei der Wohnungswahl: Achten Sie bei der Suche nach einem neuen Zuhause genau auf die potenzielle Lärmbelastung. Bedenken Sie bei der Besichtigung unter anderem auch Abweichungen hinsichtlich der Tageszeit und des Wochentags (z. B. Berufsverkehr, Flug- bzw. Bahnfahrpläne, Ruhezeiten in der Hausordnung).
• Ausschalten und Abschirmen: Verzichten Sie darauf, Geräuschquellen wie Fernseher oder Radio dauerhaft laufen zu lassen. Gönnen Sie Ihren Ohren immer mal wieder eine Pause, indem Sie sich an entlegene und stille Orte in der Natur zurückziehen. Nutzen Sie Noise-Cancelling-Kopfhörer oder Ohrstöpsel, um störende Geräusche von außen auszublenden. Setzen Sie auf Geräte und Maschinen mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ und/oder nutzen sie dämmende Unterlagen unter Waschmaschinen bzw. Gummifüße an Subwoofern.
• Gelassen bleiben: Sprechen Sie „Störenfriede“ in ihrer Umgebung friedlich auf das Problem an und versuchen Sie gemeinsam mit ihnen eine Lösung zu finden. Fördern Sie außerdem ihre Fähigkeit, trotz Stress gelassen zu bleiben, mithilfe von Sport, Achtsamkeitsübungen und Meditation.
Geht es Ihnen gut? Bei allen Fragen rund ums Thema gesunde Ernährung stehen Ihnen die Expertinnen und Experten Ihrer Guten Tag Apotheke gerne zur Verfügung: Bei Bedarf lotst Sie der Apotheken-Finder zur richtigen Adresse ganz in Ihrer Nähe.
Und wenn es ganz schnell gehen muss: medi now® – der Online-Shop für Ihre Medikamente. Ein sicherer Service Ihrer Guten Tag Apotheke. Und das bedeutet für Sie:
- Ganz unkompliziert die Arzneimittel-Verfügbarkeit prüfen
- Direkt in Ihrer Nähe abholen
- Oder schnell liefern lassen