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Schwerhörigkeit ist nicht nur eine Frage des Alters

„Wie bitte, was haben Sie gesagt?“ Mit Schwerhörigkeit verbinden wir oftmals Senioren. Doch das greift viel zu kurz. Denn manche Menschen kommen schon schwerhörig oder ganz ohne Gehör zur Welt. Bei anderen entwickelt sich bereits in jüngeren Jahren ein Defizit. Welche Ursachen es gibt und auf welche Anzeichen Sie achten sollten? Das lesen Sie hier.

Schnelle Erschöpfung als Anzeichen

Gehörte Geräusche verarbeitet das Innenohr. Ist dieses Organ geschädigt, können wir bestimmte Frequenzen und Tonlautstärken nicht mehr wahrnehmen. Oder nur mit großer Anstrengung. Das führt zu einem der ersten Anzeichen für Schwerhörigkeit: Wir müssen im Hörprozess deutlich mehr Kraft aufwenden und sind deshalb zum Beispiel im Gespräch schneller erschöpft.

Hörverlust und Schwindel

Ein Pfeifen in einer bestimmten Tonhöhe – der Tinnitus – ist ein Anzeichen für Hörverlust. Er kann auch als Knacken oder Sausen wahrgenommen werden. Weitere Anzeichen können mit Schäden am Innenohr verbunden sein. Da das Organ unseren Gleichgewichtssinn reguliert, treten bei krankhaften Veränderungen etwa Schwindelanfälle oder Gleichgewichtsstörungen sein.

Weitere Anzeichen für Schwerhörigkeit:

  • Das Überhören von Umwelt- und Haushaltsgeräuschen
  • Das Überhören von Telefon- oder Türklingeln
  • Häufiges Nachfragen in Gesprächen oder das Gefühl, dass der Gesprächspartner undeutlich oder zu leise spricht
  • Familienmitglieder beschweren sich über zu lauten Fernseher oder zu lautes Radio

Hörzentrum verschleißt im Alter

Im Innenohr nehmen feine Haarzellen Geräusche als Vibrationen auf. Diese Haarzellen verschleißen aber mit steigendem Alter. Außerdem altern Hörnerv und Hörzentrum im Gehirn. Zusätzlich hinterlässt die Lärmbelastung im Alltag ihre Spuren. Etwa, wenn wir ohne Schutz viel Zeit an einem lauten Arbeitsplatz verbringen. Faktoren wie Erkrankungen des Stoffwechsels und des Herz-Kreislauf-Systems sowie erbliche Veranlagung können Schwerhörigkeit außerdem begünstigen.

Unbehandelte Schwerhörigkeit hat Folgen

Die natürliche Leistungsfähigkeit des Gehörs nimmt ab dem 50. Lebensjahr nachweislich ab. Das läuft in der Regel schleichend und beginnt meist mit dem Verlust der Wahrnehmung von hohen Tönen. Außerdem lässt das Sprachverständnis in lauterer Umgebung nach. Wenn Sie deutliche Probleme bei der Wahrnehmung ihrer Umwelt haben, sollten Sie sich beraten lassen und vielleicht mit einem Hörgerät nachhelfen. Denn unbehandelte Schwerhörigkeit kann zu geistigem Abbau bis hin zur Demenz führen.

Hörtest schon bei Säuglingen

Kein Wunder also, dass Schwerhörigkeit schon im Kindesalter negative Folgen haben kann. Deshalb wird das Gehör von Kindern regelmäßig untersucht, unter anderem bei der gesetzlich angebotenen Früherkennung. Gehörlosigkeit kann durch genetische Ursachen oder Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt entstehen. Hörverlust bei Kindern zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr ist meist bedingt durch Krankheiten wie einer schweren Erkältung oder einer akuten Mittelohrentzündung.

Die vier Stadien der Schwerhörigkeit:

  • Mild: Leise Geräusche und Flüstern im Bereich von 24-40 Dezibel werden kaum noch verstanden
  • Moderat: Sie haben Schwierigkeiten, normalen Gesprächen in einem Bereich von 40 bis 60 Dezibel zu folgen
  • Stark: Laute Geräusche und lautes Sprechen in einem Bereich von 40 bis 60 Dezibel werden nicht mehr wahrgenommen
  • Sehr stark: Selbst sehr laute Geräusche sind nur noch als Vibration wahrzunehmen

Bei Anzeichen zum Arzt

Falls Sie sich in einem dieser Bereiche wiederfinden oder eine Veränderung der Hörwahrnehmung bemerken, sollten Sie das ernst nehmen. Lassen Sie sich bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt durchchecken. Zur Überprüfung der Hörleistung gibt es auch Tests im Internet, die eine professionelle Diagnose durch einen Arzt aber nicht ersetzen können.

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