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Mit Hochdruck gegen Bluthochdruck 

Am 17. Mai ist Welthypertonietag. Ein guter Anlass, um auf die gesundheitlichen Gefahren von Bluthochdruck nachdrücklich hinzuweisen. 

Bluthochdruck, in der Fachsprache auch Hypertonie genannt, ist längst zur Volkskrankheit geworden: Mehr als jeder vierte Erwachsene in Deutschland leidet darunter. Laut dem aktuellen Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK waren im Jahr 2023 über 29 Prozent der Bevölkerung ab 20 Jahren von Hypertonie betroffen. Diese Zahlen sind alarmierend, denn ein dauerhaft erhöhter Blutdruck ist keineswegs harmlos – er ebnet den Weg für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenschäden. Laut dem neuesten WHO-Bericht von September 2025 ist Bluthochdruck der Risikofaktor Nummer eins für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese sind die häufigste Todesursache in der Europäischen Union und hierzulande für rund 33 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. 

Woran merke ich, dass mein Blutdruck zu hoch ist? 

Bluthochdruck verursacht in der Regel keine spürbaren Beschwerden und schleicht sich unbemerkt ins Leben. „Man sieht ihn nicht und spürt ihn nicht, dies ist das Tückische am hohen Blutdruck. Deswegen wird der Bluthochdruck auch ‚stiller Killer‘ genannt“, betont Prof. Dr. Heribert Schunkert vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung und Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums München. „So ist es besonders wichtig, die eigenen Blutdruckwerte zu kennen, denn nur so lässt sich ein bis dahin unerkannter Bluthochdruck aufdecken“, ergänzt der Kardiologe. 

Wer sollte seinen Blutdruck messen lassen? 

Der Blutdruck sollte frühzeitig und regelmäßig gemessen werden – idealerweise bereits ab dem Schuleintritt beim Kinderarzt. Denn auch wenn Hypertonie vor allem bei älteren Menschen auftritt, zeigen Daten der Hochdruckliga, dass die Erkrankung auch vor der jüngeren Generation nicht haltmacht. Etwa drei Prozent der Kinder in Deutschland sind bereits betroffen. Bei Erwachsenen erfolgt die Blutdruckmessung im Rahmen der Routineuntersuchung beim Hausarzt, aber auch in Ihrer Guten-Tag-Apotheke ist eine Messung möglich. Nutzen Sie gerne diese niedrigschwellige Möglichkeit, Ihren Blutdruck zwischendurch kontrollieren zu lassen. „Die Werte sollten in einem Blutdruck-Pass protokolliert werden, damit der Verlauf dokumentiert ist und beim nächsten Arztbesuch besprochen werden kann“, rät Schunkert. So behalten Betroffene und Ärzte den Überblick und können bei Auffälligkeiten frühzeitig reagieren. 

Wie wird der Blutdruck gemessen? 

Für eine sorgfältige Messung empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga, dass diese frühestens nach fünf Minuten im entspannten Sitzen erfolgen sollte. Körperliche Belastung und vorheriger Konsum von Kaffee oder Schwarztee sind tabu. Der Unterarm sollte auf einer Unterlage gelagert werden, sodass die Blutdruckmanschette am Oberarm auf Herzhöhe liegt. 

Welche Werte werden bei der Messung ermittelt? 

Wenn das Blut durch den Körper fließt, übt es Druck auf die Wände der Arterien und Venen aus. Dieser Blutdruck wird maßgeblich von zwei Faktoren beeinflusst: von der Kraft, mit der das Herz das Blut durch das Gefäßsystem pumpt, sowie von der Elastizität und dem Durchmesser der Gefäße. Bei der Blutdruckmessung werden zwei Werte ermittelt: Der systolische Wert – die erste Zahl – gibt den Druck in den Gefäßen an, wenn sich der Herzmuskel maximal zusammenzieht und das Blut kraftvoll in den Körper pumpt. Der diastolische Wert – die zweite Zahl – zeigt den Druck während der Entspannungsphase des Herzens, wenn es sich mit Blut füllt. Laut AOK gilt der Blutdruck als normal, wenn der systolische Wert unter 130 mmHg und der diastolische Wert unter 85 mmHg liegt. 120 zu 80 wäre zum Beispiel ein normaler Blutdruckwert. Wichtig zu wissen: Blutdruckschwankungen im Laufe des Tages sind völlig normal und gesund. Deshalb geben erst mehrere Messungen verlässlich Auskunft darüber, ob tatsächlich Bluthochdruck vorliegt und wie schwer die Erkrankung ausgeprägt ist. 

Was tun, wenn der Blutdruck zu hoch ist? 

Hier ist der erste Ansprechpartner der Hausarzt. Denn wenn die Blutdruckwerte dauerhaft im erhöhten Bereich liegen, ist eine konsequente Behandlung unverzichtbar. Welche Therapie zum Einsatz kommt, hängt von der individuellen Situation ab – dabei spielen die Höhe des Blutdrucks, weitere Risikofaktoren und eventuell bereits eingetretene Organschäden eine Rolle. In der Regel setzt die Behandlung auf zwei Säulen: Zum einen auf Anpassungen des Lebensstils – dazu gehören eine gesunde Ernährung, gegebenenfalls Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung sowie ein reduzierter Konsum von Salz und Alkohol. Zum anderen kann eine medikamentöse Therapie mit blutdrucksenkenden Mitteln notwendig werden.

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