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Lebensmittelvergiftung: Vorbeugen und Schnelle-Hilfe-Tipps

Das Grillfest war eigentlich so schön: ein lauer Abend, gut gelaunte Gäste, köstliche Würstchen, pikante Salate und ein himmlisches Tiramisu zum Dessert. Doch jetzt plagen Sie Bauchkrämpfe, Übelkeit sowie akuter Durchfall und/oder Erbrechen? Wenn Sie damit auch noch in bester Gesellschaft sind, steckt wahrscheinlich eine lebensmittelbedingte Magen-Darm-Erkrankung dahinter.

Lebensmittelvergiftung

Fachleute unterscheiden zwischen Lebensmittelvergiftungen und Lebensmittelinfektionen. Per Definition ist eine Lebensmittelvergiftung eine Magen-Darm-Entzündung, die durch den Verzehr von Nahrungsmitteln, die giftige Inhaltsstoffe enthalten, ausgelöst wird. Die Krankheitserregervermehren sich nicht im Körper und können auch nicht auf andere Menschen übertragen werden. Mögliche Auslöser einer Lebensmittelvergiftung können unter anderem Pilze (zum Beispiel Fliegenpilz), Pflanzen (zum Beispiel Tollkirsche), Fische (zum Beispiel Kugelfisch), Metalle (zum Beispiel Blei) oder bestimmte Bakterien sein.

Lebensmittelinfektion

Bei einer Lebensmittelinfektion gelangen Krankheitserreger über die Nahrung in den Verdauungstrakt, vermehren sich dort und setzen Giftstoffe frei. Diese führen dann zu den typischen Beschwerden. Durch Schmierinfektionen können möglicherweise andere Menschen angesteckt werden. Zu den klassischen Erregern zählen beispielsweise Salmonellen, Campylobacter und E. coli.

Was tun, wenn es Sie erwischt hat?

Bei Verdacht auf eine lebensmittelbedingte Magen-Darm-Erkrankung ist es empfehlenswert, den Arzt aufzusuchen – für Säuglinge, Kinder, Schwangere, Senioren und Menschen mit schwachem Immunsystem ist der Arztbesuch sogar Pflicht! Das gilt auch für alle anderen, wenn die Beschwerden länger als drei Tage andauern, Fieber dazu kommt oder die Durchfälle blutig sind. Um den hohen Flüssigkeitsverlust auszugleichen und einem Austrocknen des Körpers vorzubeugen, ist es wichtig, viel zu trinken. Am besten eignen sich stilles Wasser und mild gesüßte Kräutertees, wie Fenchel- oder Kamillentee. Spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke helfen, den gestörten Salzhaushalt wieder ins Lot zu bringen. Ruhe und viel Schlaf beschleunigen die Genesung.

So beugen Sie am besten vor

Gerade im Sommer sollten Sie besonders sorgsam mit Lebensmitteln umgehen, da jetzt das Risiko für lebensmittelbedingte Infektionen besonders hoch ist. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) empfiehlt, grundsätzlich auf Mindesthaltbarkeitsdatum, Verbrauchsfristen und Lagerungsbedingungen von Lebensmitteln zu achten. Nehmen Sie leicht verderbliche Waren beim Einkaufen erst kurz vor dem Bezahlen aus der Kühlung und verwenden Sie am besten eine Kühltasche für den Transport zum heimischen Kühlschrank. Kaufen Sie nur Mengen ein, die Sie in kurzer Zeit verbrauchen können. Bevor Sie die Speisen zubereiten, sollten Sie Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen. Auch Arbeitsflächen und Geräte sollten nach jedem Arbeitsgang gründlich gereinigt werden. Regelmäßiges Wechseln von Schwämmen, Spülbürsten und Lappen nicht vergessen! Tauwasser und Verpackungen von rohem Fleisch gehören übrigens umgehend entsorgt.

Zubereitungstipps

Am besten bereiten Sie zuerst die Lebensmittel zu, die ein geringes Keimrisiko haben (zum Beispiel Gemüse), bevor sie beispielsweise Fleisch schneiden – so vermeiden sie eine sogenannte Kreuzkontamination, also die Übertragung von Krankheitserregern. Beim Grillen ist es sinnvoll, getrennte Zangen für rohes und gegartes Fleisch zu verwenden. Halten Sie zubereitete Speisen nicht unnötig lange warm, sondern brauchen Sie diese zügig auf oder stellen Sie die Reste bis zum späteren Verzehr in den Kühlschrank. Vor dem Genuss sollten diese allerdings noch einmal gründlich erhitzt werden.

Zu guter Letzt

Meiden Sie rohe Eier sowie rohen Fisch, rohes Fleisch und rohes Geflügel. Erhitzen Sie diese Lebensmittel stattdessen lieber ausreichend lange, dann werden die meisten Erreger abgetötet. Das gilt auch für Rohmilch.

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