Bei Frauen oft zu spät diagnostiziert
Jede zehnte Person über 60 Jahre leidet in Deutschland unter der sogenannten Schaufensterkrankheit, medizinisch Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Ein großes Problem besteht darin, dass diese Erkrankung bei Frauen in der Regel deutlich später diagnostiziert wird als bei Männern und die Therapie entsprechend später einsetzt. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) aufmerksam.
„Frauen mit pAVK sind bei Diagnosestellung häufig älter, kränker und leiden an mehr Begleiterkrankungen als Männer“, sagt Dr. Ursula Werra-Buhz von der Uniklinik Köln, Dies könnte daran liegen, dass ihre Symptome oft unspezifischer sind und die Erkrankung dadurch später erkannt wird. „Während Männer häufiger klassische Symptome wie Wadenschmerzen aufweisen, klagen Frauen oft über diffuse Beinbeschwerden oder Fersenschmerzen“, so Werra-Buhz. Die Expertin empfiehlt Frauen mit Beschwerden, ihren Arzt oder ihre Ärztin gezielt darauf anzusprechen, ob möglicherweise eine Schaufensterkrankheit vorliegt.
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