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Was gegen Körpergeruch im Sommer hilft

Was tun, wenn sich in den Sommermonaten deutlich Schweißränder unter den Achseln oder an anderen Stellen des Körpers bilden und sich oft auch noch unangenehmer Geruch einstellt? Tipps, was wir dagegen tun können, gibt jetzt Stephanie Schmitz. Sie ist Apothekerin und führt drei Pluspunkt-Apotheken in Oldenburg.

Die richtige Kleidung

Gerade im Sommer sind enganliegende synthetische Kleidungsstücke bei erhöhter Schweißproduktion nicht zu empfehlen. Diese verstärken den Körpergeruch. Die Yoga-Hose und der Sneaker sollten also gegen lockere Baumwolle und Flip-Flops oder Sandalen getauscht werden. Ratsam ist es, die Wäsche, soweit möglich, immer mal wieder bei 60 Grad zu waschen, um die Bakterien abzutöten.

Die Körperpflege

Selbstverständlich sollte eine regelmäßige Körperpflege mit Seifen und Shampoos, die dem PH-Wert der Haut entsprechen, sein. Ebenso hilft eine Rasur der kritischer Körperregionen, zum Beispiel der Achselhaare. Dies macht es den Bakterien schwerer, sich zu vermehren, was wiederrum der Geruchsbildung vorbeugt.

Die Ernährung

Manche mögen es scharf. Doch besonders Pfeffer, Chili und Co. enthalten einen Stoff, der eine Hitzereaktion hervorruft und die Schweißdrüsen aktiviert. Daher lieber im Sommer auf leichte Sachen wie Salat etc. zurückgreifen.

Wenn diese Haustipps nicht helfen, steht Ihnen Ihre Apotheke mit Rat und Tat zur Seite. Hier wird man Ihnen vor allem diese Lösungen anbieten.

Zum Einnehmen

Zwei Stoffe sind besonders bekannt dafür, sowohl Körpergeruch als auch Schweißproduktion zu hemmen. Das Chlorophyll, enthalten in Stozzon, wirkt gegen Mund- und Körpergeruch. Das in Sweatosan enthaltenen Salbei verengt die Schweißdrüsen und somit die Schweißproduktion. Wer mag, kann natürlich auch Salbeitee trinken.

Austrocknende Salben

Besonders an Händen und Füßen angewandt, wirkt der Wirkstoff Methenamin austrocknend und wird daher häufig als Salbe bei übermäßigem Schwitzen an den betroffenen Hautpartien eingesetzt.

Deos und Antitranspirantien

Ein gutes Deo ist in den warmen Sommermonaten Gold wert. Man unterscheidet:

1. Das klassische Deo: Mit geringer und ohne Aluminiumsalzkonzentration erhältlich, setzt das klassische Deo als Roller oder Spray vor allem auf die Überdeckung der Gerüche und kann somit mehrmals täglich bei Bedarf angewendet werden.

2. Das Antitranspirant: Das Antitranspirant unterdrückt die Schweißproduktion. Je nach Stärke verlängert sich die Wirksamkeit. Das Eucerin-Antitranspirant wirkt nach Angaben des Herstellers 48 Stunden, das „Stress resist“ von Vichy soll bei starkem Schwitzen sogar 72 Stunden vor starker Schweißproduktion schützen.

3. Das wohl wirksamste Deo ist das Aluminiumdeo, das von Apotheken selbst hergestellt wird. In unterschiedlichen Konzentrationen erhältlich, wirkt es antibakteriell und schweißhemmend, indem es die Schweißdrüsen verklebt. Es wird nicht mehrmals täglich, sondern zu Beginn der Behandlung drei bis fünf Mal abends nach dem Duschen aufgetragen. Im späteren Verlauf verringert sich die Anwendung auf einmal wöchentlich.

Sollten all diese Tipps nicht zum gewünschten Erfolg führen, bleibt der Gang zum Arzt, der die Schweißdrüsen dauerhaft veröden kann.

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