Krebs Vorbeugen ist besser als leiden
Am 4. Februar findet zum 26. Mal der Weltkrebstag statt. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund eine halbe Millionen Menschen an Krebs. Obwohl auch angeborene bzw. unvermeidbare Risikofaktoren bei der Entstehung von Tumoren eine Rolle spielen, lassen sich Experten zufolge rund 40 Prozent der Krebsneuerkrankungen vermeiden. Dies gilt insbesondere für Gebärmutterhals- und Lungenkrebs sowie Tumore in Rachen, Mundhöhle und Speiseröhre.
Rauchen vermeiden:
Rauchen ist nicht nur einer der bedeutendsten Risikofaktoren für Lungenkrebs, sondern auch für weitere Krebsarten wie Blasen-, Nieren-, Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs. Wer das Risiko senken möchte, sollte auf den Konsum von Tabak verzichten und möglichst auch Passivrauchen versuchen zu vermeiden.
Gesund ernähren:
Ein ausgewogener Speiseplan, der reich an Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse ist, kann das Krebsrisiko senken. Besonders empfehlenswert sind dabei regionale und saisonale Zutaten. Dagegen sollte man den Konsum von rotem Fleisch und industriell verarbeiteten sowie kalorienreichen Lebensmittel, die viel Zucker und Fett enthalten, weitestgehend einschränken.
Gewicht im Normalbereich halten:
Auch Übergewicht kann sich negativ auf das Krebsrisiko auswirken. Deshalb ist es empfehlenswert, das Körpergewicht auf einem gesunden Niveau zu halten bzw. überschüssige Pfunde durch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung loszuwerden.
Regelmäßig bewegen:
Körperliche Aktivität hilft nicht nur dabei, Gewicht zu verlieren, sondern kann auch nachweislich das Risiko für bestimmte Krebsarten wie Dickdarm-, Brust- und Gebärmutterkrebs senken. Der positive Effekt stellt sich bereits ab 30 Minuten Bewegung pro Tag ein.
Wo steht die medizinische Forschung?
Die medizinisch-wissenschaftliche Forschung hat in Bezug auf die Krebsbehandlung in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft haben insbesondere personalisierte Therapiekonzepte und Immuntherapien zu einem Durchbruch bei bestimmten Krebsarten wie Brust-, Darm-, Haut- und Prostatakrebs geführt. „Große Hoffnungen haben wir bei der individualisierten mRNA-Impfung gegen Melanome, die sich spezifisch gegen Tumormerkmale des jeweiligen Krebsbetroffenen richten. Patienten und Patientinnen könnten bald eine personalisierte, auf ihre Erkrankung zugeschnittene Impfung erhalten“, so Professor Ralf Gutzmer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie in der DKG.
Impfen lassen:
Manche Viren, darunter humane Papillomviren (HPV) und Hepatitis-Viren, sind ursächlich an der Entstehung von bestimmten Krebsarten wie Gebärmutterhals- oder Leberkrebs beteiligt. Impfungen bieten einen wirksamen Schutz. Deshalb sollten Säuglinge gegen Hepatitis B und Mädchen und Jungen ab einem Alter von neun Jahren gegen HPV geimpft werden.
Alkoholkonsum einschränken:
Selbst geringe Mengen an Alkohol können das Krebsrisiko erhöhen. Aus diesem Grund ist es ratsam, ganz auf Alkohol zu verzichten oder ihn zumindest nur in Maßen zu konsumieren.
UV-Exposition vermeiden:
Um das Hautkrebsrisiko zu senken, sollte man sich vor zu viel UV-Strahlung schützen. Hierbei gilt es, die intensive Mittagssonne zu meiden und sich bevorzugt im Schatten aufzuhalten. Weiteren Schutz bietet Sonnencreme mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor. Auf den Gang ins Solarium sollte man am besten komplett verzichten.
Screening-Angebote wahrnehmen:
In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für verschiedene Krebsfrüherkennungsprogramme. Diese umfassen unter anderem ein Screening auf Darm- und Hautkrebs. Für Frauen sind darüber hinaus regelmäßige Untersuchungen auf Brust- und Gebärmutterhalskrebs vorgesehen. Für Männer gibt es Früherkennungsprogramme für Prostatakrebs.
Arbeitsschutz beachten:
In manchen Berufen besteht die Gefahr, mit krebsfördernden Substanzen in Kontakt zu kommen. Wenn dies der Fall ist, sollte man unbedingt die geltenden Sicherheitsvorschriften, zum Beispiel das Tragen von Schutzausrüstung, beachten.
Radon-Strahlung meiden:
In manchen Regionen ist die natürliche Konzentration an radioaktivem Radon hoch. Maßnahmen wie häufiges Lüften können die Strahlenbelastung senken. Weitere Informationen liefert das Bundesamt für Strahlenschutz.
Stillen:
Stillen ist nicht nur gut für den Nach- wuchs, sondern kann auch das Risiko für Brustkrebs bei der Mutter senken. Falls möglich, sollten Frauen deshalb ihre Kinder stillen.
Medikamente mit Bedacht einnehmen:
Bestimmte Medikamente stehen im Verdacht, bei langfristiger Einnahme das Krebsrisiko zu erhöhen. Deshalb gilt es, Nutzen und Risiken vor dem Beginn einer Behandlung gemeinsam mit einer Ärztin bzw. einem Arzt abzuwägen.
Haut- und Haarpflege für Krebspatienten
Krebserkrankungen können heute gut und erfolgreich behandelt werden. Allerdings werden die meisten Therapieformen von mehr oder minder starken Nebenwirkungen begleitet, wobei nicht jeder Patient oder jede Patientin davon betroffen ist. Viele Patienten leiden unter den äußerlich sichtbaren Veränderungen bei Haut und Haar. Typisch für Patienten der Strahlentherapie ist beispielsweise der vollständige Ausfall der Haare, inklusive Augenbrauen und Wimpern. Glücklicherweise sind sowohl die Veränderungen an der Haut als auch am Haar zeitlich begrenzt und nicht chronisch. Bei den meisten Patienten wachsen die Haare nach Abschluss der Therapie wieder vollständig nach und auch die Haut kehrt zu ihrer ursprünglichen Form zurück. Für Betroffene hat die pharmazeutische Industrie wirksame Produkte entwickelt, um die Nebenwirkungen abzuschwächen. Fragen Sie in Ihrer dermatologischen Praxis und Ihrer Apotheke gezielt nach entsprechenden Lösungen. Eine informative Broschüre zum Herunterladen haben wir auf der Seite der schweizerischen Krebsliga (www.krebsliga.ch) gefunden.
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