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Für die Gesundheit und mehr Lebensfreude! 

Dass Lachen gesund ist, hat sich ja inzwischen herumgesprochen. Aber was heißt das für die Praxis? Was kann man konkret tun, damit man öfter lacht? Vor allem dann, wenn man ansonsten nicht viel zu lachen hat? Soll man sich ein Witze-Buch kaufen? Alte Filme mit dem französischen Komiker Louis de Funès schauen? Kurz und gut: Wie schaffen wir es, wieder mehr lachen? 

Die bewährteste und verlässlichste Methode, jemanden zum Lachen zu bringen, ist noch immer, ihm oder ihr einen guten Witz zu erzählen. „Wenn ich lachen soll, muss mir schon jemand einen Witz erzählen“, soll der Psychiater und Begründer der Logotherapie Viktor Frankl gesagt haben. 

Also versuchen wir es mal

Kennen Sie den? Das Ehepaar fährt in den Urlaub. Vor dem Verlassen des Hauses schaltet der Mann das Licht im Wohnzimmer ein. „Warum machst du das?“ fragt die Frau. „Na, wegen der Einbrecher“, antwortet ihr Mann. Darauf die Frau: „Haben die denn keine Taschenlampen?“ 

Und, haben Sie gelacht? 

Vermutlich nicht. Vielleicht ein wenig geschmunzelt. Die Sache mit den Witzen ist nämlich die: Sie funktionieren schlecht, wenn man alleine in seinem Kämmerlein sitzt. Es kommt nur ganz selten vor, dass jemand laut lacht, wenn er allein in einem Buch oder einer Zeitschrift einen Witz liest. Derselbe Witz, von einem Freund oder einer Bekannten im persönlichen Gespräch erzählt, würde womöglich dazu führen, dass man sich ausschüttet vor Lachen. Ähnlich ist es, wenn man sich allein einen lustigen Film (Mr. Bean, Luis de Funès etc.) oder die Übertragung eines Kabarett- oder Comedy-Programms im Fernsehen ansieht. Das Lachen kommt einfach nicht so richtig in Schwung. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich in einer Gemeinschaft befindet, und dafür reicht oftmals schon eine zweite Person. Witze, die einem allein nicht einmal ein müdes Lächeln abringen, bringen einen in Gemeinschaft mit anderen dazu, sich vor Lachen auf die Schenkel zu klopfen. 

Warum ist das so? 

Weil Lachen zum guten Teil eine soziale Interaktion ist. Lachen ist ansteckend. Sicher haben auch Sie schon die Erfahrung gemacht, dass Sie lachen mussten, einfach weil Ihr Gegenüber gelacht hat. Es ist ein ähnlicher Effekt wie beim Gähnen. Sie kennen – wenn Sie nicht selbst dabei waren, so dann doch aus TV-Übertragungen – die Shows der großen deutschen Humoristen und Comedians von Heinz Erhardt über Otto Waalkes bis Jürgen von der Lippe, Hape Kerkeling und Mario Barth: Die Menschen im Publikum haben Tränen in den Augen vor Lachen. Denselben Effekt erfährt der einsame Zuschauer am Fernsehgerät eher selten. Der wesentliche Tipp an dieser Stelle daher für alle, die gerne öfter herzhaft lachen möchten: Schaffen Sie die entsprechenden Gelegenheiten. Suchen Sie die Gemeinschaft mit Menschen, denen es genauso geht wie Ihnen. Schauen Sie sich lustige Filme nicht allein im Wohnzimmer an, sondern gehen Sie ins Kino. Übertragungen von Kabarett-Programmen oder Comedy-Shows sind im heimischen TV-Gerät nur halb so lustig, es sei denn, Sie machen sich einen fröhlichen Fernsehabend mit Gleichgesinnten. Eine gute Idee ist auch die Gründung eines „Lach-Clubs“ oder einer „Gemeinschaft fröhlicher Menschen“, die sich regelmäßig treffen und sich Witze erzählen. Jeder Teilnehmer bringt zu jedem Treffen zum Beispiel drei Witze mit, die ihm besonders gut gefallen und dann wird gemeinsam abgelacht. 

„Humor kann man lernen“ 

Lachen ist gut und gesund. Besser und gesünder ist eine grundsätzliche heitere Einstellung der Welt und dem Leben gegenüber. Wir reden von Humor. Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Oder wie der großartige Humorist Karl Valentin einst sagte: „Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.“ Und sein Schriftsteller-Kollege Ernst Penzoldt ergänzte: „Humor ist die Fähigkeit, heiter zu bleiben, wenn es ernst wird.“ Das Gute ist: Humor ist keine Charaktereigenschaft, die man entweder hat oder nicht. Humor kann man lernen. Schon in seinem 1985 erschienen Buch „Heilkraft des Humors“ schrieb der Psychologe und Pionier der deutschen Humor-Forschung Dr. Michael Titze: „Humor ist grundsätzlich erlernbar, will aber auch trainiert werden, wenn er zum festen Bestandteil der eigenen Lebenshaltung werden soll.“ Tietze hat zahlreiche Bücher zur „heilenden Kraft des Lachens“ und zur „Kunst humorvoller Selbstbehauptung“ geschrieben. Er ist zudem Gründungsvorsitzender des Vereins „HumorCare“ (www.humorcare.de), dessen Ziel darin besteht, „Menschen eine humorvolle Haltung zu den Widersprüchlichkeiten des Lebens zu vermitteln“. 

Dazu bietet der Verein Privatleuten, aber auch Firmen Humortrainings an bzw. stellt den Kontakt zu spezialisierten Humortrainern her. Ziel dieser zumeist mehrwöchigen Trainings ist es nicht zuletzt, die „Erheiterbarkeit“ (Tietze) des Menschen zu steigern. Interessenten können sich auch selbst zum Humortrainer fortbilden lassen. Inzwischen sind in Deutschland eine ganze Reihe von Humortrainern tätig. Vielleicht auch in Ihrer Nähe – einfach mal den Begriff „Humortrainer“ oder „Humortraining“ in Ihrer Internet-Suchmaschine eingeben. Die Humortrainings scheinen zu wirken. In einem auf der Homepage der Deutschen Herzstiftung (www.herzstiftung.de) veröffentlichten Podcasts schildert der Kardiologe Prof. Dr. Peter Ong vom Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart die äußerst positiven Auswirkungen eines siebenwöchigen Humortrainings auf die physische und psychische Gesundheit von Herzpatienten in seiner Klinik. 

Darum ist Lachen so gesund 

Die Deutsche Herzstiftung möchte gerne, dass die Menschen öfter herzhaft lachen. Denn Lachen ist „Medizin fürs Herz“ schreibt sie auf ihrer Homepage herzstiftung.de. In einem dort veröffentlichten Podcast erläutert Prof. Dr. Peter Ong vom Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart die positiven Wirkungen des Lachens auf die Gesundheit und geht auch auf etwaige Nebenwirkungen ein. Unter anderem schildert Ong die äußerst positiven Auswirkungen eines siebenwöchigen Humortrainings auf Herzpatienten in seiner Klinik.

Interessant sind auch diese Fakten:

In einer groß angelegten Studie mit rund 21.000 Männern und Frauen im Alter von mindestens 65 Jahren erhoben japanische Wissenschaftler, wie häufig die Teilnehmer im Laufe ihres Alltags lachten. Dabei wurde deutlich, dass diejenigen, die mehrmals täglich lachten, weniger Herzerkrankungen oder Schlaganfälle aufzeigten als jene, die selten oder nur gelegentlich lachten. US-Forscher von der University of Maryland haben herausgefunden, dass Lachen die Durchblutung verbessert und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Lustige Filmszenen verbesserten den Blutfluss bei 19 von 20 Teilnehmern – und zwar um 50 Prozent. Gewaltszenen hingegen verminderten bei 14 der 20 Teilnehmern den Blutfluss um die Hälfte. Forscher der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder zeigten einer Gruppe erwachsener Versuchsteilnehmer humorvolle Videos und stellten fest: Während des Lachens reduzierte sich bei allen Teilnehmern die Herzrate um durchschnittlich 7,6 Schläge pro Minute. Danach stieg die Herzrate wieder, blieb jedoch etwa drei Schläge unterhalb des Ausgangswerts. Und: Die Atmung wird effizienter, das Entzündungsrisiko sinkt. 

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