Wintertipps für Herzpatienten
Wenn die Temperaturen sinken, spüren nicht nur Hände und Füße die Kälte – auch dem Herz kann es sinnbildlich ganz klamm zumute werden. Insbesondere für Menschen mit Herzkrankheiten können Minusgrade zur ernsthaften Gefahr werden. Lesen Sie, warum das so ist und wie Sie sich und Ihr Herz schützen können.
Wenn es draußen kalt ist, versucht der Körper, seine Wärme zu speichern. Dafür zieht er die Blutgefäße in der Haut von beispielsweise Händen, Füßen und Ohren zusammen, damit dort möglichst wenig Wärme verloren geht. Somit gelangt das Blut bevorzugt zu den lebenswichtigen Organen wie Herz, Gehirn und Lunge, damit es diese schön mollig warm haben und ihre lebenswichtigen Aufgaben erfüllen können. Doch dieses ausgeklügelte System hat auch einen Nachteil: Durch das Zusammenziehen der Gefäße steigt der Widerstand, gegen den das Herz anpumpen muss – der Blutdruck erhöht sich. Studien zeigen, dass der systolische Blutdruck bei Kälte um bis zu 5–10 mm Hg ansteigen kann. Besonders für Menschen mit Herzproblemen – aber nicht nur für sie! – bedeutet das eine zusätzliche Belastung. Die Deutsche Herzstiftung warnt deshalb ausdrücklich Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, im Winter besonders auf sich achtzugeben.
Vermeiden Sie körperliche Überanstrengung bei Minusgraden
Schnee schippen, das zugeschneite Auto freischaufeln oder durch tiefen Schnee stapfen: Solche Tätigkeiten können bei frostigen Temperaturen den Herzmuskel schnell überlasten und zu einer Angina-Pectoris-Attacke oder einem Herzinfarkt führen. Im schlimmsten Fall kann sogar ein plötzlicher Herztod eintreten. „Deswegen sollten Menschen mit Herzproblemen starke Anstrengungen bei Minusgraden vermeiden“, sagt Prof. Dr. Dirk Westermann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Freiburg. Alarmsignale können plötzliche Atemnot sein sowie Schmerzen, Brennen oder ein Druckgefühl im Brustkorb. Der Kardiologe rät bei diesen Symptomen: „Hören Sie sofort auf mit der Arbeit und rufen Sie den Notarzt, wenn die Beschwerden anhalten.“
Verzichten Sie aber nicht auf moderate Bewegung
„Gerade Herzkranke sollten sich bei niedrigen Temperaturen nicht zu Hause einigeln, aus Angst, sich zu überlasten“, rät Prof. Dr. Thomas Deneke, Chefarzt der Rhythmologie am Klinikum Nürnberg und Herausgeber von www.herzmedizin.de. Bewegung tut dem Herzen gut – und das nicht nur im Sommer. Wer sich regelmäßig körperlich betätigt, trainiert Herz und Kreislauf und senkt damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch in der kühlen Jahreszeit lohnt es sich also, moderat aktiv zu bleiben – etwa mit Spaziergängen oder Walkingrunden. Nutzen Sie dabei jede Gelegenheit, nach draußen zu gehen, wenn die Sonne scheint. Denn das setzt Glückhormone frei und die sind gut für das Herz. Bei Minusgraden empfiehlt die Deutsche Herzstiftung, sich zum Schutz einen Schal über Mund und Nase zu legen, damit die Luft bereits vorgewärmt in die Atemwege gelangt. Wenn es sehr kalt ist, kann es auch sinnvoll sein, das Training in die Sporthalle oder das Schwimmbad zu verlegen. Das gilt auch bei Smog-Wetterlagen.
Achten Sie auf wohlige Wohntemperaturen
Interessanterweise scheint nicht nur die Außentemperatur Einfluss auf die Herzgesundheit zu haben. Studien deuten darauf hin, dass Kälte in den eigenen vier Wänden den Blutdruck nach oben treiben kann. So zeigte eine japanische Untersuchung, dass Menschen in einem 24 Grad warmen Raum deutlich niedrigere Blutdruckwerte hatten als in einer Umgebung mit nur 14 Grad. Eine angenehm warme Wohnung kann also nicht nur für Gemütlichkeit sorgen, sondern auch das Herz entlasten.
Essen und trinken Sie in Maßen
Alkohol und reichhaltige Mahlzeiten lassen den Blutdruck steigen. „Gerade für Herzpatienten und -patientinnen ist es keine gute Idee, auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein nach dem anderen zu trinken“, warnt Prof. Deneke. Sein Tipp: Beim Weihnachtsmarktbesuch oder Festessen lieber Maß halten und es etwas ruhiger angehen lassen.
Behalten Sie ihren Blutdruck im Blick
Gerade in den kalten Monaten ist es sinnvoll, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. Das können Sie beispielsweise schnell und unkompliziert in Ihrer Guten-Tag-Apotheke machen lassen – Stichwort „pharmazeutische Dienstleistung“. Die geschulten Mitarbeiter messen nicht nur zuverlässig Ihren Blutdruck, sondern machen Sie auch aufmerksam, wenn die Werte auffällig sind. Vielleicht muss dann Ihre Medikation verändert werden. „Manchmal kann im Winter eine Dosisanpassung sinnvoll sein – zum Beispiel bei Medikamenten wie Blutdrucksenkern oder Antikoagulanzien, die bewirken, dass das Blut langsamer gerinnt“, weiß Prof. Deneke. „Das ist aber individuell sehr unterschiedlich, daher sollten Betroffene zuerst immer Rücksprache mit dem Facharzt oder der Fachärztin halten!“
Geht es Ihnen gut? Bei allen Fragen rund ums Thema gesunde Ernährung stehen Ihnen die Expertinnen und Experten Ihrer Guten Tag Apotheke gerne zur Verfügung: Bei Bedarf lotst Sie der Apotheken-Finder zur richtigen Adresse ganz in Ihrer Nähe.
Und wenn es ganz schnell gehen muss: medi now® – der Online-Shop für Ihre Medikamente. Ein sicherer Service Ihrer Guten Tag Apotheke. Und das bedeutet für Sie:
- Ganz unkompliziert die Arzneimittel-Verfügbarkeit prüfen
- Direkt in Ihrer Nähe abholen
- Oder schnell liefern lassen